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	<title>Kommentare zu: Winter Winter Winter</title>
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	<description>Deine Stadt - Dein Blog</description>
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		<title>Von: Thomas Reich</title>
		<link>http://www.stadt-poessneck.de/2010/01/winter-winter-winter/comment-page-1/#comment-917</link>
		<dc:creator>Thomas Reich</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 19:14:27 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr Thiem,

es ist wohl so, wie sie sagen, dass man das Thema HarzIV endlos diskutieren kann. Eben so die höhe des Geldes welches man zum &quot;würdigen&quot; Leben braucht. Aber seien sie sich gewiss: auch nicht jeder der arbeiten geht kann sich mal eben so eine Reise z.Bsp. nach Italien leisten. Das soll aber nichts anders begründen.
Lassen sie uns lieber über ihre literarische Karriere schreiben. Ein andere User dieser Seite, dess Namen ich jetzt nicht nennen möchte, ist auch, ich nenn in mal &quot;gesellschaftskritischer&quot; Schriftsteller (ich hoffe ich hab es nicht falsch interpretiert) und hat schon Bücher herausgebracht. In ihrem ersten Beitrag hier im Blog konnte ich gut humoristisch-satirische Zeilen lesen. Ist dies der Stil in dem sie schreiben möchten? Erzählen sie ein wenig von sich...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Thiem,</p>
<p>es ist wohl so, wie sie sagen, dass man das Thema HarzIV endlos diskutieren kann. Eben so die höhe des Geldes welches man zum &#8220;würdigen&#8221; Leben braucht. Aber seien sie sich gewiss: auch nicht jeder der arbeiten geht kann sich mal eben so eine Reise z.Bsp. nach Italien leisten. Das soll aber nichts anders begründen.<br />
Lassen sie uns lieber über ihre literarische Karriere schreiben. Ein andere User dieser Seite, dess Namen ich jetzt nicht nennen möchte, ist auch, ich nenn in mal &#8220;gesellschaftskritischer&#8221; Schriftsteller (ich hoffe ich hab es nicht falsch interpretiert) und hat schon Bücher herausgebracht. In ihrem ersten Beitrag hier im Blog konnte ich gut humoristisch-satirische Zeilen lesen. Ist dies der Stil in dem sie schreiben möchten? Erzählen sie ein wenig von sich&#8230;</p>
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		<title>Von: Marek Thiem</title>
		<link>http://www.stadt-poessneck.de/2010/01/winter-winter-winter/comment-page-1/#comment-914</link>
		<dc:creator>Marek Thiem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 15:46:37 +0000</pubDate>
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		<description>Verzeihen Sie, dass ich meiner Ahnung gleich im Vorfeld Luft gemacht habe, in meiner vorherigen Antwort, denn ich wollte Ihnen nicht die Absicht unterstellen, mich persönlich anzugreifen. Die Summe aus Erfahrung solcher Diskussionen und dem steten Rechtfertigungszwang vor dem Steuerzahler war es, die mich schnell in &quot;Verteidigungsstellung&quot; brachte, weswegen ich eben Ihnen die Ahnung als unterschwellige Unterstellung entgegenbrachte. 
Doch wieder muss ich Ihnen widersprechen, denn es ist kein wirklich angenehmes Dasein, wenn man von etwa 200 € im Monat leben muss. Das klingt zunächst reichlich und ausreichend, und ich selbst kann und will mich ob dieser Situation nicht wirklich beschweren, denn Jammern, das war noch nie wirklich eine Option für mich, doch ist es schon eine Form der gesellschaftlichen Reduktion, wenn man zum Beispiel weiß, dass der halbe Freundeskreis eine Reise nach Italien plant, man selbst jedoch absagen und verzichten muss, weil hierfür eben kein Geld da ist. 
Mir persönlich geht es (da) hauptsächlich um kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett, Theater, Lesungen und dergleichen, die ich nicht besuchen kann, weil erstens allein die Eintrittspreise ofthin zu hoch sind und erschwerend hinzukommt, dass in unserer Region solcherlei selten stattfinden, man sich also in andere Städte (Jena, Erfurt, Leipzig) begeben muss, was wiederum mit Kosten verbunden ist. Kurzum, ein kulturelles Leben finden auf dem absoluten Minimm statt. Hierbei bleibt, und ich spiele jetzt auf familienpolitische Konstrukte an, auch die &quot;Bildung über der Bildung&quot; auf der Strecke. Bücher zum Beispiel kaufe ich bei Trödlern und Händlern, die sich zum Beispiel mit Haushaltsauflösungen ihr Geld verdienen, weil man hier meist nicht viel zahlt. Ein aktuelles Buch jedoch zu erwerben, ist schier unerschwinglich. 
Alles leider nur tangierte Punkte, denn der Platz hier ist nicht wirklich ausreichend, sich tiefgehend mit der Problematik Hartz IV zu beschäftigen, ich in jedem Falle sehe die Tatsache des so genannten &quot;Sozialscharotzertums&quot; bei Weitem nicht so extrem, wie sie gern dargestellt wird und deswegen greife ich unter Anderem Hernn Koch so an. Begriffe wie &quot;Wohlstandsmüll&quot;, die unsereins meinen, und aus Mäulern solcher kommen, die selbst nicht wirklich wissen, was ehrliche und harte Arbeit ist, machen nicht nur mich wütend und hierum ging es mir in meiner Ausführung. 
Betrachten wir den Fall Ihrer Kündigung und nehman an, Sie seien eine nicht so starke Persönlichkeit, wie Sie es zu sein scheinen, geben dieser Mischung noch die Tatsache hinzu, dass sie trotz massiver Bemühungen innerhalb eines, zweier Jahre, keinen neuen Job gefunden hätten. Die Summe ist eine psychische Erkrankung namens Depression, die vieles im Geiste lähmt, so auch die Willenskraft, das Selbstwertgefühl, den Elan, &quot;seinen Arsch hochzukriegen&quot; wie es gern gesagt wird. Leider ist diese Erkrankung als solche noch immer nicht in unserer Gesellschaft angekommen, weil man sie nicht wirklich sieht. 
Alles Faktoren die schnell das Urteil &quot;assozial&quot; hervorrufen und ehrlich: klar werde auch ich sauer, wenn da einer hier Geld bezieht, und sich auf Mallorca oder sonstwo den Lenz macht. Das jedoch, Hand aufs Herz, sind doch die Wenigsten.
Auch verstehe ich den Arbeiter, der schneller emotional reagiert, ob zum Beispiel des von Ihnen aufgeführten Gefällebeispiels, aber ich denke, eine vernünftige Auseinandersetzung, ein offenerer Umgang, ja, ein Diskurs zwischen Arbeiter und ALG II Empfänger würde einiges milder stimmen, als es von den Medien gemacht wird?!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verzeihen Sie, dass ich meiner Ahnung gleich im Vorfeld Luft gemacht habe, in meiner vorherigen Antwort, denn ich wollte Ihnen nicht die Absicht unterstellen, mich persönlich anzugreifen. Die Summe aus Erfahrung solcher Diskussionen und dem steten Rechtfertigungszwang vor dem Steuerzahler war es, die mich schnell in &#8220;Verteidigungsstellung&#8221; brachte, weswegen ich eben Ihnen die Ahnung als unterschwellige Unterstellung entgegenbrachte.<br />
Doch wieder muss ich Ihnen widersprechen, denn es ist kein wirklich angenehmes Dasein, wenn man von etwa 200 € im Monat leben muss. Das klingt zunächst reichlich und ausreichend, und ich selbst kann und will mich ob dieser Situation nicht wirklich beschweren, denn Jammern, das war noch nie wirklich eine Option für mich, doch ist es schon eine Form der gesellschaftlichen Reduktion, wenn man zum Beispiel weiß, dass der halbe Freundeskreis eine Reise nach Italien plant, man selbst jedoch absagen und verzichten muss, weil hierfür eben kein Geld da ist.<br />
Mir persönlich geht es (da) hauptsächlich um kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett, Theater, Lesungen und dergleichen, die ich nicht besuchen kann, weil erstens allein die Eintrittspreise ofthin zu hoch sind und erschwerend hinzukommt, dass in unserer Region solcherlei selten stattfinden, man sich also in andere Städte (Jena, Erfurt, Leipzig) begeben muss, was wiederum mit Kosten verbunden ist. Kurzum, ein kulturelles Leben finden auf dem absoluten Minimm statt. Hierbei bleibt, und ich spiele jetzt auf familienpolitische Konstrukte an, auch die &#8220;Bildung über der Bildung&#8221; auf der Strecke. Bücher zum Beispiel kaufe ich bei Trödlern und Händlern, die sich zum Beispiel mit Haushaltsauflösungen ihr Geld verdienen, weil man hier meist nicht viel zahlt. Ein aktuelles Buch jedoch zu erwerben, ist schier unerschwinglich.<br />
Alles leider nur tangierte Punkte, denn der Platz hier ist nicht wirklich ausreichend, sich tiefgehend mit der Problematik Hartz IV zu beschäftigen, ich in jedem Falle sehe die Tatsache des so genannten &#8220;Sozialscharotzertums&#8221; bei Weitem nicht so extrem, wie sie gern dargestellt wird und deswegen greife ich unter Anderem Hernn Koch so an. Begriffe wie &#8220;Wohlstandsmüll&#8221;, die unsereins meinen, und aus Mäulern solcher kommen, die selbst nicht wirklich wissen, was ehrliche und harte Arbeit ist, machen nicht nur mich wütend und hierum ging es mir in meiner Ausführung.<br />
Betrachten wir den Fall Ihrer Kündigung und nehman an, Sie seien eine nicht so starke Persönlichkeit, wie Sie es zu sein scheinen, geben dieser Mischung noch die Tatsache hinzu, dass sie trotz massiver Bemühungen innerhalb eines, zweier Jahre, keinen neuen Job gefunden hätten. Die Summe ist eine psychische Erkrankung namens Depression, die vieles im Geiste lähmt, so auch die Willenskraft, das Selbstwertgefühl, den Elan, &#8220;seinen Arsch hochzukriegen&#8221; wie es gern gesagt wird. Leider ist diese Erkrankung als solche noch immer nicht in unserer Gesellschaft angekommen, weil man sie nicht wirklich sieht.<br />
Alles Faktoren die schnell das Urteil &#8220;assozial&#8221; hervorrufen und ehrlich: klar werde auch ich sauer, wenn da einer hier Geld bezieht, und sich auf Mallorca oder sonstwo den Lenz macht. Das jedoch, Hand aufs Herz, sind doch die Wenigsten.<br />
Auch verstehe ich den Arbeiter, der schneller emotional reagiert, ob zum Beispiel des von Ihnen aufgeführten Gefällebeispiels, aber ich denke, eine vernünftige Auseinandersetzung, ein offenerer Umgang, ja, ein Diskurs zwischen Arbeiter und ALG II Empfänger würde einiges milder stimmen, als es von den Medien gemacht wird?!</p>
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		<title>Von: Thomas Reich</title>
		<link>http://www.stadt-poessneck.de/2010/01/winter-winter-winter/comment-page-1/#comment-913</link>
		<dc:creator>Thomas Reich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:24:43 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Thiem,

als erstes möchte ich Ihnen sagen das es mir leid tut in welcher Lage sie sich befinden. Auch das fehlende Anrecht auf Rente, welches sie beschrieben, ist ein typischer Fall eines unzureichenden (Sozial)Systems.

Jedoch muss ich Ihenen dahin gehend widersprechen, dass ich Sie mit meinem Kommentar persönlich angesprochen habe. Meine Äußerungen waren eher allgemeiner Natur und sollten ein gewisses Problem näherbringen über das zu wenig gesprochen oder wenn, dann im Fall Koch, gleich lawinenartig skandaliert wird.
Es ist doch keinem Menschen vorzuwerfen das er unverschuldet arbeitslos und/oder HarzIV-Empfänger wird.
Meine Argumentation geht eher dahin was man dafür tut um dort wieder herauszukommen. Ich selbst wurde arbeitslos, und das seltsamer Weise kurz nach dem ich meinem Arbeitgeber sagte das ich Vater werde. Zufall? Normalität in unserm Land? Hier hätte ich schon eine Gesetzesänderung parat. Aber das Leben muss weitergehen. Das selbe haben Sie sich wohl auch gedacht.
Nein, mir geht es im die HarzIV Karrieren, um die die ich als asozial bezeichnen möchte. Nämlich solche Menschen die sich mit HarzIV eingerichtet haben. Ja, das kann man trotz aller Proteste zum Trotz ganz gut. Solche, die die Leistungen vom Staat geniesen und nichts dafür tun unabhängig von den Steuermitteln Anderer zu sein. Aber dieses Problem löst der Staat nicht allein. Nehmen wir allein das Lohngefälle West-Ost-Deutschland. Wärend ein Lohnbezieher im Osten im Schnitt 500€/Monat weniger verdient als sein Kollege im Westen sind die unterschiedlichen HarzIV Bezüge Ost-West kaum erwähnenswert. Das heißt wer im Osten für 1000€ Netto/Monat arbeiten geht hat kaum mehr zum Leben übrig als einer der den ganzen Tag nichts macht. Heißt also, der Einkommen vs. HarzIV-Vörmögensunterschied Ost-West ist gewaltig. Hier sehe ich die Probleme die man anpacken muss. Das ist zwar kein Grund sauer auf HarzIV Empfänger zu sein, aber wohl auf solche, auch Politiker, die sich dauern beschweren es sei zu wenig zum Leben. Es ist vielmehr so, das die die es bezahlen zum Schluss kaum mehr haben als die, die es bekommen. Man kann mir dahin gehend aber gern widersprechen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Thiem,</p>
<p>als erstes möchte ich Ihnen sagen das es mir leid tut in welcher Lage sie sich befinden. Auch das fehlende Anrecht auf Rente, welches sie beschrieben, ist ein typischer Fall eines unzureichenden (Sozial)Systems.</p>
<p>Jedoch muss ich Ihenen dahin gehend widersprechen, dass ich Sie mit meinem Kommentar persönlich angesprochen habe. Meine Äußerungen waren eher allgemeiner Natur und sollten ein gewisses Problem näherbringen über das zu wenig gesprochen oder wenn, dann im Fall Koch, gleich lawinenartig skandaliert wird.<br />
Es ist doch keinem Menschen vorzuwerfen das er unverschuldet arbeitslos und/oder HarzIV-Empfänger wird.<br />
Meine Argumentation geht eher dahin was man dafür tut um dort wieder herauszukommen. Ich selbst wurde arbeitslos, und das seltsamer Weise kurz nach dem ich meinem Arbeitgeber sagte das ich Vater werde. Zufall? Normalität in unserm Land? Hier hätte ich schon eine Gesetzesänderung parat. Aber das Leben muss weitergehen. Das selbe haben Sie sich wohl auch gedacht.<br />
Nein, mir geht es im die HarzIV Karrieren, um die die ich als asozial bezeichnen möchte. Nämlich solche Menschen die sich mit HarzIV eingerichtet haben. Ja, das kann man trotz aller Proteste zum Trotz ganz gut. Solche, die die Leistungen vom Staat geniesen und nichts dafür tun unabhängig von den Steuermitteln Anderer zu sein. Aber dieses Problem löst der Staat nicht allein. Nehmen wir allein das Lohngefälle West-Ost-Deutschland. Wärend ein Lohnbezieher im Osten im Schnitt 500€/Monat weniger verdient als sein Kollege im Westen sind die unterschiedlichen HarzIV Bezüge Ost-West kaum erwähnenswert. Das heißt wer im Osten für 1000€ Netto/Monat arbeiten geht hat kaum mehr zum Leben übrig als einer der den ganzen Tag nichts macht. Heißt also, der Einkommen vs. HarzIV-Vörmögensunterschied Ost-West ist gewaltig. Hier sehe ich die Probleme die man anpacken muss. Das ist zwar kein Grund sauer auf HarzIV Empfänger zu sein, aber wohl auf solche, auch Politiker, die sich dauern beschweren es sei zu wenig zum Leben. Es ist vielmehr so, das die die es bezahlen zum Schluss kaum mehr haben als die, die es bekommen. Man kann mir dahin gehend aber gern widersprechen&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Marek Thiem</title>
		<link>http://www.stadt-poessneck.de/2010/01/winter-winter-winter/comment-page-1/#comment-912</link>
		<dc:creator>Marek Thiem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 10:43:39 +0000</pubDate>
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		<description>Werter Herr Reich,

Ihre Frage gleich zu Beginn zu beantworten, muss ich eine Vermutung vorausschicken, den Satz in ihrem Denken zu ahnen, der spontan Antwort hieße, auf den Grund meiner Lage. Den nämlich, dass Sie versucht sind, diesen als Ausrede abzuweisen. Dem allerdings, auch das will vornweg gesagt sein, ist nicht so.
Aufgrund zweier chronischer Erkrankungen und einem diesbezüglich amtsärztlichen Attest gelte ich im Grunde als nicht (in Amtssprache &quot;Schwer&quot;) vermittelbar. Neben der Pflicht, mich therapeutisch behandeln zu lassen, um einst eventuell auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können, stehen bei mir jedoch Bemühungen im Fordergrund, mich als freischaffender Schriftsteller zu verdingen, was jedoch einfach klingt, als es ist. Denn auch hier müsste ich, ob der Lage, Hartz IV zusätzlich beantragen.
Widersprüchlich ist die Tatsache, dass ich trotz der &quot;schweren Vermittelbarkeit&quot; keinen Anspruch auf Rente habe, weil ich &quot;länger als drei, jedoch nicht mehr als sechs Stunden pro Tag abreiten&quot; kann/ darf, so der Wortlaut im Attest. 
Dennoch muss ich Ihren Worten widersprechen, denn es ist nicht so, dass ich faul auf der Couch herumliege, am Fenster &quot;glotze&quot; den ganzen Tag, oder stur mich durch den schnöden, verblödenden TV- Alltag &quot;zappe&quot; (ich hasse Anglizismen). 
Das Gegenteil ist der Fall und von Faul kann keine Rede sein. 
Die Kolumne betreffend sei auch gesagt, dass es nicht an dem ist, dass ich hier keine Gehwege räume, um mich schadenfroh am Fall diverser Passanten zu erfreuen. Hin und wieder lebt eine Kolumne von ihren Übertreibungen. Bitte verstehen sie also die satirische Ausführung eines Alltagslebens nicht als Verunglimpfung, denn das ist sie nicht. Wie viele Schreiber, wie etwa der Herr Martenstein, der Herr Schramm, Rowolt und so weiter stünden mit Ihrer Definition dessen in falschem Licht? Nicht, dass ich mich auf deren Stufe zu stellen wage, denn meine &quot;Sachen&quot; reichen nicht im Geringsten an die, der Genannten heran, dennoch sehe ich mich in der selben Gilde.
Abschließend will ich mich für die Anerkennung bedanken und die Aussage, bezüglich meines Talents/ meiner Intelligenz.

Marek Thiem</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Werter Herr Reich,</p>
<p>Ihre Frage gleich zu Beginn zu beantworten, muss ich eine Vermutung vorausschicken, den Satz in ihrem Denken zu ahnen, der spontan Antwort hieße, auf den Grund meiner Lage. Den nämlich, dass Sie versucht sind, diesen als Ausrede abzuweisen. Dem allerdings, auch das will vornweg gesagt sein, ist nicht so.<br />
Aufgrund zweier chronischer Erkrankungen und einem diesbezüglich amtsärztlichen Attest gelte ich im Grunde als nicht (in Amtssprache &#8220;Schwer&#8221;) vermittelbar. Neben der Pflicht, mich therapeutisch behandeln zu lassen, um einst eventuell auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können, stehen bei mir jedoch Bemühungen im Fordergrund, mich als freischaffender Schriftsteller zu verdingen, was jedoch einfach klingt, als es ist. Denn auch hier müsste ich, ob der Lage, Hartz IV zusätzlich beantragen.<br />
Widersprüchlich ist die Tatsache, dass ich trotz der &#8220;schweren Vermittelbarkeit&#8221; keinen Anspruch auf Rente habe, weil ich &#8220;länger als drei, jedoch nicht mehr als sechs Stunden pro Tag abreiten&#8221; kann/ darf, so der Wortlaut im Attest.<br />
Dennoch muss ich Ihren Worten widersprechen, denn es ist nicht so, dass ich faul auf der Couch herumliege, am Fenster &#8220;glotze&#8221; den ganzen Tag, oder stur mich durch den schnöden, verblödenden TV- Alltag &#8220;zappe&#8221; (ich hasse Anglizismen).<br />
Das Gegenteil ist der Fall und von Faul kann keine Rede sein.<br />
Die Kolumne betreffend sei auch gesagt, dass es nicht an dem ist, dass ich hier keine Gehwege räume, um mich schadenfroh am Fall diverser Passanten zu erfreuen. Hin und wieder lebt eine Kolumne von ihren Übertreibungen. Bitte verstehen sie also die satirische Ausführung eines Alltagslebens nicht als Verunglimpfung, denn das ist sie nicht. Wie viele Schreiber, wie etwa der Herr Martenstein, der Herr Schramm, Rowolt und so weiter stünden mit Ihrer Definition dessen in falschem Licht? Nicht, dass ich mich auf deren Stufe zu stellen wage, denn meine &#8220;Sachen&#8221; reichen nicht im Geringsten an die, der Genannten heran, dennoch sehe ich mich in der selben Gilde.<br />
Abschließend will ich mich für die Anerkennung bedanken und die Aussage, bezüglich meines Talents/ meiner Intelligenz.</p>
<p>Marek Thiem</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Thomas Reich</title>
		<link>http://www.stadt-poessneck.de/2010/01/winter-winter-winter/comment-page-1/#comment-911</link>
		<dc:creator>Thomas Reich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 07:39:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.stadt-poessneck.de/?p=539#comment-911</guid>
		<description>Werter Herr Thiem,

ihre Worte scheinen wohl gewählt und gut durchdacht. Daraus kann man eine gewisse Grundintelligenz herauslesen. Jemand der mitten im Leben steht und nicht alles an sich vorüber ziehen lässt... Umso erstaunter war ich als ich lesen musste das sie HarzIV-Empfänger sind. Wie kam es dazu? Wie lang sind sie das schon? Ich frage es aus dem Grund, da ich mehr als sicher bin, dass ein Mensch mit einer guten Bildung (und das entnehme ich aus ihren Worten) sich zwangsläufig aus dem &quot;Armenhaus&quot; HarzIV zu verabschieden weiß. Oder aber, er kennt die Vorzüge von HarzIV und versucht gar nicht erst sich aus seiner Situation zu befreien. Und hier, so scheint mir, setzt die Denkweise unsers Herrn Koch an. Welche ich im Grunde verstehen, aber nicht verpauschalisieren kann. Wenn also jemand, der trotz seiner Bildung, Kenntnis und gesellschaftlicher Verantwortung sich nicht im Stande sieht auf absehbare Zeit Arbeit zu suchen, der kann, so denke auch ich, für die Leistungen die er von der Gesellschaft bekommt ruhig etwas zurück geben. Viele Arbeitslose, das ist Realität, sind bereit um nicht den ganzen Tag auf dem Sofa oder am Fenster zu versauern am öffentlichen Leben teilzunehemen. Meist machen sie das mit Hilfe eines so genannten 1€ Jobs. Keiner kann mit dem Status HarzIV zufrieden sein, doch zeigt sich, das die jenigen Empfänger die am lautesten dagegen vorgehen gar nicht gewillt sind der Gesellschaft etwas gutes zu tun und sich um Arbeit zu kümmern und sich aus ihrer Situation zu befreien. Man könnte also z. Bsp. anstelle sich über den schneeschippenden Nachbarn oder die vereisten Gehwege vom Fenster aus lustig zu machen aktiv mit anpacken und dem Nachbarn zur Hand gehen. Da ist unserer Gesellschaft weit mehr geholfen als sie zu verunglimpfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Werter Herr Thiem,</p>
<p>ihre Worte scheinen wohl gewählt und gut durchdacht. Daraus kann man eine gewisse Grundintelligenz herauslesen. Jemand der mitten im Leben steht und nicht alles an sich vorüber ziehen lässt&#8230; Umso erstaunter war ich als ich lesen musste das sie HarzIV-Empfänger sind. Wie kam es dazu? Wie lang sind sie das schon? Ich frage es aus dem Grund, da ich mehr als sicher bin, dass ein Mensch mit einer guten Bildung (und das entnehme ich aus ihren Worten) sich zwangsläufig aus dem &#8220;Armenhaus&#8221; HarzIV zu verabschieden weiß. Oder aber, er kennt die Vorzüge von HarzIV und versucht gar nicht erst sich aus seiner Situation zu befreien. Und hier, so scheint mir, setzt die Denkweise unsers Herrn Koch an. Welche ich im Grunde verstehen, aber nicht verpauschalisieren kann. Wenn also jemand, der trotz seiner Bildung, Kenntnis und gesellschaftlicher Verantwortung sich nicht im Stande sieht auf absehbare Zeit Arbeit zu suchen, der kann, so denke auch ich, für die Leistungen die er von der Gesellschaft bekommt ruhig etwas zurück geben. Viele Arbeitslose, das ist Realität, sind bereit um nicht den ganzen Tag auf dem Sofa oder am Fenster zu versauern am öffentlichen Leben teilzunehemen. Meist machen sie das mit Hilfe eines so genannten 1€ Jobs. Keiner kann mit dem Status HarzIV zufrieden sein, doch zeigt sich, das die jenigen Empfänger die am lautesten dagegen vorgehen gar nicht gewillt sind der Gesellschaft etwas gutes zu tun und sich um Arbeit zu kümmern und sich aus ihrer Situation zu befreien. Man könnte also z. Bsp. anstelle sich über den schneeschippenden Nachbarn oder die vereisten Gehwege vom Fenster aus lustig zu machen aktiv mit anpacken und dem Nachbarn zur Hand gehen. Da ist unserer Gesellschaft weit mehr geholfen als sie zu verunglimpfen.</p>
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